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Thailand I

Hi friends, 

As most of you already noticed, I am extremely behindhand with my travel blog. To make up my travel experiences I decided to continue with my post in German since I find that less trouble then writing in English and so I can save my memories before they finally get lost. But as usual you can use the implemented Goggle translator on my page to carry on reading my posts.

For my Spanish followers you can also check the travel Blog of Lechu und Yair which are more frequently updated than mine and include alle photos of our trip together .

Von Brasilien nach Asien ist quasi nur Katzensprung!
Man setzt sich am 16. Februar morgens verkatert von der letzten Carnevalsnacht in Laguna, Suedbrasilien, in einen Bus nach Florianopolis, wo man 5h irgendwie die Zeit totschlaegt, weil dies quasi der einizigste Tag im Jahr in Brasilien ist, wo wirklich alle Geschaefte auf der Strasse geschlossen sind und ganz Brasilien sich auskatert. Um 17h nimmt man dann einen 18h Nachtbus nach Rio, um abends den 17.2. um 20h "erholt und frisch" die grosse Reise via Madrid (8h Flug, 3h Aufenthalt), London (2h Flug, 6h Aufenthalt) und Kulua Lumpur (10h Flug, 9h Aufenthalt) anzutreten, um am 20.2. morgen um 9h schlussendlich das Reiseziel Bangkok in Thailand erreicht. Bin fest davon ueberzeugt, dass meine Reise Guinessbuchverdaechtig ist...ich kenne zumindest niemanden der 5. Laender in nur 3 Tagen bereist hat, wenn man die 10h Zeitverschiebung mitverrechnet. An diese Stelle nochmal grossen Dank an den Flughafen in Kulua Lumpur ohne dessen grosszuegige Duschkabine in der Damentoilette (in Madrid und London keine Spur davon) ein langersehntes Wiedersehen mit meinem Liebsten in Asien weniger "dufte" ausgefallen waere und natuerlich auch ein Dank an Iberia und AirAsia, die es mir ermoeglicht haben fuer insgesamt schlappe 350Euro diese halbe Weltreise mit zu finanzieren.

Lost in Tranlation
Nach 3 Monaten Brasilien war ich es gewohnt mit Gott und Welt zu quatschen und immer die Leute nach dem Warum zu fragen, wenn mir etwas Ungewoehnliches aufgefallen ist. Eine der gravierensten Umstellung fuer mich deshalb in Asien die sprachliche Umstellung - auch min rudimentaeres Englisch half mir hier in Thailad kaum weiter um zumindest meine grundlegenden Beduerfnisse kund zu  tun. Und da Asien nochmal einen weiteren grossen Schritt vom westlichen Kulrturkreis weiter entfernt ist, war es doppelt so aergerlich fuer mich auf einmal in die Beobachterrolle versetzt zu werden und alle Hintergrundinfos zum Land lediglich aus einem Reisefuehrer zu ziehen. Trotzdem mich die Thais nicht verstehen, sind Sie extrem gastfreundlich und hilfsbereit. Das Wort "Nein" scheint in Ihrem Wortschatz nicht zu existieren und Sie tragen immer ein breites Laecheln zur Schau - deshalb kann man Ihnen auch einfach nicht boese sein, wenn man z.B. ein Muesli mit Fruechten und Yoghurt bestellt, der Besitzer aber leider kein Muesli mehr vorraetig hat und einem stattdessen eine grosse Schale voll Fruechten und Yoghurt kredenzt liebevoll mit Koernen verziert, in der stillen Hoffnung, dass ich nicht mitbekomme, dass mein Muesli gar kein Muesli enthaelt. Oder man ein Gericht mit "Prawns" bestellt, sie einem aber "Pork" vorsetzen (die Woerter klingen fuer sie halt so schrecklich aehnlich :) ) - oder wie man hier in Thailand zu sagen flegt - "Same, Same - But different" ;). Anmwerkung an Rande: Auch die Brasilianer quaelen aehnliche Verstaendnisprobleme mit dem  Deutschen und Englischen, wie ich anhand Gabi mitbekommen konnte:  "Beach" / "Bitch" oder "Hure" / "Ruhe", wo ist da der Unterschied.

Bangkok 
Auch wenn Rio und Sao Paulo bei weitem Bangkoks Einwohnerzahl von 9 Millionen spraengen (1/7 von ganz Thailand), wirkte es auf mich trotzdem viel hektischer. Zum einen mag es an der feucht-schwuele Hitze liegen, die die Luft sozusagen zum Stehen bringt, woraufhin ich meine Sightseeing Gewohnheiten dahingehend modifizierte, jeden der tausend klimatisierten "7Eleven" (= eine Kette von 24h Minimaerkten) auf dem Weg einen Besuch abzustatten. Zum anderen ist Asien der Kontinent der  "Scooter", die nicht nur eine stetig lauten Geraeuchschpegel verursachen, sondern auch auch die Luft extrem mit Ihren Abgasen belasten. Der 0815-City Thai traegt deshalb immer einen Mundschutz um Atemwegserkrankungen zu entgehen.

Abgesehen davon ist Bangkok auf jedenfall mal ein Reise wert - auf der einen Seite spiegelt die Stadt Thailand's  wirtschaftlichen Aufschwung wieder, wenn man dessen Business District betrachtet mit unzaehligen Hochhaeusern, supermodernen Shoppingmalls und Kinos und dessen Skytrain, die einem in nullkommanichts von Punkt A nach B bringt. 

Das andere Bangkok scheint aber seine Geschichte und Traditionen zu bewahrt zu haben ,wenn man die Anmengung an Tempelanlagen, Buddhas und Schreinen, den Koenigspalast, Chinatown, Maerkten oder die schwimmenden Hausbooten im Fluss sieht. Man kann locker eine Woche hier verbringen und hat danach immer noch das Gefuehl nicht alles gesehen zu haben. Einer der schoensten Tempel, die ich bis dato auf meiner Reise gesehen habe, ist der Wat Arun, eine indische Tempelanlage mit vielen bunten Figuren verziert, die idyllisch am Fluss von Bangkok gelegen ist. Die vielen kleinen Glocken an den Spitzen der Pagoden klingen leise im Wind und lassen einen kurzzeitig das Chaos der Stadt vergessen. Und zum Sonnenuntergang ist das ganze Szenario nochmal doppelt so schoen.

Und dann gibt es da noch das 3. Gesicht Bangkoks - das beruehmberuechtigte Backpacker-Viertel "Khaosan Road" - ein eigener kleiner Mikrokosmos, bestehend aus 4-5 Strassen, die vollgepackt mit Hostals, westlichen Bars und Restaurant sind und auf den Strassen jeglicher Souvenir-schnick-schnack angeboten wird. In Thailand kann man praktisch alles gefaelscht erstehen, angefangen von meiner neue "RayBen" Sonnenbrille, meinen neuen "North Face" Rucksack bis zu den kopierten "Lonely Planet" Reisefuehrern. Schick reisen kann so billig sein ;). Und auch westliches Essen oder gemuetliche Videoabende in einer Bar brauch man hier nicht verzichten. Allerdings zieht die Khaoson Road mit diesem Ambiente deshalb magisch alle Auslaender an, so dass man sich dort eher in Europa, als in Asien fuellt. Thais haben normalerweise kein Geld uebrig, um gross auszugehen und ein Bierchen in der Bar zu zischen. Deshalb kommt es einem schon komisch vor die vielen huebschen jungen Thai Frauen hier in den Diskotheken zu sehen, von den Thai-Maennern fehlt allerdings jegliche Spur. 

Um einen tieferen Einblick in Thailand's Sextourismus zu erhalten, brauch man nur mal einen Abstecher in Bangkok's Rotlichviertel zu machen. Dort kann man Augenzeuge eines anderen fragwuerdigen Touristenhighlight werden - der beruehmten PingPong Shows, die an jeder Ecke angeboten werden. Und dabei handelt es sich nicht um High-Professional Tischtennistourniere, wie der Name evtl. vermuten laesst. Wenig bekleidete Asiatinnen stellen sich auf einer kleinen Buehne zur Schau und zeigen Ihr kurioses Talente wie z.B. sich meterlange Rasierklingenkette aus der Vagina ziehen, einen Stift in dieselbige stecken, um dann etwas auf ein Blatt Papier zu schreiben oder aber mit einem Rohr in der Vagina Geburtstagskerzen auszupusten bzw. Lustballon abschliessen und vieles mehr. Aus Neugier wollte ich zumindest kurz auch einmal solch eine Show sehen und wir folgten einem Schlepper mit dem Angebot in eine Bar lediglch die Getraenke zu bezahlen, wobei ein Bier ca.2,5 Euro (+100 Baht) kosten sollte. Nachdem wir unser Bier geleert habe, wurde uns eine horende Rechnung von 12.000 Baht praesentiert fuer jgl. Pseudo-Extra, was man sich vorstellen kann. Gluecklicherweise waren wir zu viert und haben darauf behaart nur die Biere zubezahlen,wie esunsgesagt wurde. Klaro, der Typ, der uns hierher gelockt hat, war nicht mehr da und Wort stand gegen Wort . Erst wurde die Ladenbesitzerin laut und ungemuetlich, dann kam der Chef und versuchte den Preis runterzuhandeln, in der Hoffnung, dass wir Stress vermeiden wollen und ihm wengistens die Haelte des Geldes fuer die10min Show geben. Aber wir blieben stur und es waere deshalb fast zu einem kurzen Handgemenge gekommen. Gluecklicherweise sind die Thais aber eher klein und schmaechtig und sind mit der Angst belastet evtl. Ihr Gesicht zu verlieren und liessen uns dann schliesslich ziehen.

Wer es eher entspannter mag, sollte einer der beruehmten Thai Massagen ausprobieren.  Der neueste Schrei in Bangkok sind gerade Fisch-Fussmassagen. Man setzt sich auf eine Bank und steckt seien Fuesse in ein Aquarium voller kleiner Fische, die gierig beginnen Deine Hornhaut abzuknabbern...Yummy! Einige Tage spaeter waren wir bei den Erawari Wasserfaellen im Umland baden, wo ich kostenlos eine Vollkoerpermassage von den vielen Fischen im Wasser bekommen haben. Aber ich empfand es eher als Adrenalinstoss, als Entspannung, wenn Dich kontinuierlich ein Fischschwarm verfolgt und Dich ueberall leicht am Koerper zwickt.

Nochmehr tierische Leckerbissen werden in den vielen Strassenstaenden von Bangkok angeboten. Unbedingt sollte man einmal eine der geroesteten Delikatessen probieren - Wuermer, Heuschrecken, Skorpione, etc. Um mir die Medaille "Ich hab's mal gemacht und kann nun mitreden" zu verdienen, hab ich mich ueberwunden und ein Habs Skorpion gekostet...abgesehen, dass diese extrem knusprig sind, erinnert der Geschmack am Ehesten an karamelisierten Malz. Ich sag mal - Thai Curry trifft dann doch eher meinem Geschmack :).

Last but not least durfte es in der Hauptstadt dann noch ein bissl Hochkultur sein, ausserdem um einen Referenzpunkt zu erhalten, ob sich das thailaendische Puppenspiel, was ueberrraschenderweise erst seit 100Jahren existiert, mit der langjaehrigen Puppentheaterkultur in Magdeburg, meiner Heimatstadt, auch wirklich messen kann. Wie ich feststellen konnte, haellt auch Hightech in diesem Metier Einzug und ich konnte den ersten Puppenrobot in meinem Leben sehen...Madame Tussaud laesst gruessen. Ich bevorzuge dann doch eher die alte Schule mit super filigranen Puppen, die im Durchschnitt ueber 1m gross sind. Die Puppenspieler waren so versiert, man hat den wirklich Eindruck, die Puppen sind Menschen, so geschmeidig bewegen sie sich.

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